Patienten & Pflegekräfte

Diagnose von Ovarialkarzinom

Kennen Sie den richtigen Behandlungsweg.

CA125 + HE4-Diagnose
zur Bestimmung des Risikos
von Ovarialkarzinom.

Leider befindet sich die Mehrheit der mit Ovarialkarzinom diagnostizierten Frauen bereits im fortgeschrittenen Stadium der Krankheit. Dies liegt daran, dass sich diese Krebsart schwer diagnostizieren lässt. Viele der Symptome sind unbestimmt, vage und können mit anderen Krankheiten zu tun haben (Blähungen, Bauchschmerzen, häufiges Urinieren usw.), was die Diagnose noch weiter verzögert.

Wenn Symptome vorliegen, können die folgenden Tests durchgeführt werden, um festzustellen, ob eine Zyste oder ein Tumor vorhanden ist.

Beckenuntersuchung

Durch eine Beckenuntersuchung in Kombination mit einer rektovaginalen Untersuchung kann ein Arzt feststellen, ob irgendwelche Abnormalitäten wie Geschwülste vorliegen.

Ultraschall

Wenn die Beckenuntersuchung abnormal ist bzw. die Symptome bestehen bleiben, wird in der Regel ein transvaginaler oder Beckenultraschall durchgeführt um zu bestimmen, ob irgendwelche Zysten oder Tumoren vorhanden sind. Eine Sedierung ist für diesen Test nicht erforderlich.

Bei einigen Frauen wird eine Raumforderung im Becken identifiziert, an der dann eine Biopsie durchgeführt wird, um zu bestimmen, ob Krebs vorliegt. Ca. 20 % Frauen werden irgendwann im Laufe ihres Lebens mit einer Raumforderung im Becken diagnostiziert.12 Es wird sich jedoch nur ein kleiner Prozentsatz dieser Raumforderungen als bösartig erweisen. Der CA125™-Test empfiehlt sich nicht für die Diagnosestellung bei Patientinnen mit Verdacht auf Ovarialkarzinom, da es andere gutartige Krankheitszustände gibt, die sich auf den CA125-Wert auswirken können, so z.B. Menstruation, Schwangerschaft oder Endometriose.

Behandlung durch einen gynäkologischen Onkologen

Ein gynäkologischer Onkologe spezialisiert sich auf die Diagnose, die Behandlung und das Management von Frauen mit Krebs der Fortpflanzungsorgane. Sie sind speziell in der chirurgischen Entfernung und im Staging von Tumoren geschult, u.a. auch in Chemotherapie- und Bestrahlungsverfahren, die nach der Operation durchgeführt werden sollten. Forschung hat gezeigt, dass Ovarialkarzinom-Patientinnen, die von einem gynäkologischen Onkologen behandelt werden, bessere Überlebensraten und niedrigere Rezidivraten im Vergleich zu den durch einen Gynäkologen oder Allgemeinchirurgen behandelten Patientinnen haben.3,9 Wenn Sie mit Ovarialkarzinom diagnostiziert wurden, besteht ein wichtiger Schritt also darin, einen gynäkologischen Onkologen für die Behandlung aufzusuchen.

Lesen Sie mehr über die Vorteile der Behandlung durch einen gynäkologischen Onkologen.

Prozentsatz der Patientinnen mit Raumforderung im Becken, die umfassende chirurgische Beurteilungen erhielten, nach Fachgebiet

Kosten der umfassenden Behandlung pro qualitätsangepassten Lebensjahren der Patientin

CA125 + HE4-Testkombination

In einer jüngsten Studie wurde erkannt, dass Frauen mit Raumforderung im Becken, deren Blut eine erhöhte Konzentration einer Substanz namens HE4 aufwies, mit höherer Wahrscheinlichkeit Ovarialkarzinom hatten, und dass diese Substanz sich mit CA125 ergänzt. Durch die gemeinsame Berücksichtigung der CA125- und HE4-Konzentrationen erhöhte sich die Genauigkeit bei der Prognose des Vorliegens von Ovarialkarzinom deutlich.9

Eine Nachfolgestudie zeigte die Möglichkeit der Doppelmarker-Kombination von HE4+CA125 und des Malignitätsrisiko-Algorithmus (ROMA™) zur Klassifizierung von Frauen in Hoch- und Niedrigrisikogruppen. Dies ist eine wichtige und aufregende Neuerkenntnis in der Ovarialkarzinom-Forschung, da sie Patientinnen den optimalen Behandlungsweg weisen kann.